Fördermöglichkeiten

360° – Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft

Der Fonds fördert die diversitätsorientierte Öffnung von Kultureinrichtungen in den Bereichen Programmangebot, Publikum und Personal. Hierfür stellt die Kulturstiftung des Bundes Mittel für eine Personalstelle in der Kultureinrichtung sowie zusätzlich Projektmittel für unterstützende Aktivitäten und Formate bereit.

Förderfelder:
Soziale Integration , Demokratieförderung , Kunst / Kultur , Kommunikation / Medien , Gemeinwesen
Art der Organisation:
Öffentliche Förderung
Steckbrief:
Mit 360° – Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft unterstützt die Kulturstiftung des Bundes Institutionen aus den Sparten Kunst, Musik, Darstellende Künste, Literatur, Architektur, Neue Medien und verwandte Formen sowie spartenübergreifende Institutionen und kunst- und kulturhistorische Museen, die sich in ihrem Feld mit Fragen der Gegenwart befassen, die gesamte Gesellschaft in den Blick zu nehmen: Einwanderung und kulturelle Vielfalt sollen als ebenso chancenreiches wie kontroverses Zukunftsthema aktiv in das eigene Haus und in die Stadtgesellschaft getragen und strukturelle Ausschlüsse im Kulturbetrieb vermindert werden. Der Fonds soll eine große Bandbreite von Ansatzpunkten, Strategien und Methoden fördern, die in exemplarischer Weise aufzeigen, wie Institutionen - thematisch und personell - ihr Potenzial zur Mitgestaltung der neuen Stadtgesellschaft wirksam entfalten können.

Die Ausschreibung erfolgt in zwei Runden in den Jahren 2017 und 2018.

Alle Informationen zur Förderung lassen sich auch unter kulturstiftung-des-bundes.de > "Förderung" > "Programmförderung" > "360°- Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft" finden.

Kulturstiftung des Bundes

Franckeplatz 2
06110 Halle an der Saale

Telefon: 0345 2997-0
Fax: 0345 2997-333
E-Mail: infokulturstiftung-bund.de
Internet: www.kulturstiftung-des-bundes.de
Extras:
Eine Liste mit den am häufigsten gestellten Fragen zur Antragstellung kann unter kulturstiftung-des-bundes.de > "Förderung" > "Programmförderung" > "360°- Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft" eingesehen werden., Wie können sich Kultureinrichtungen interkulturell öffnen? Die W3 - Werkstatt für internationale Kultur und Politik hat dazu eine Handreichung entwickelt, die unter kulturstiftung-des-bundes.de > "Förderung" > "Programmförderung" > "360°- Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft" heruntergeladen werden kann. Finden lassen sich dort auch die einführenden Impulsvorträge der ersten und zweiten Infotour des Fonds.
Antragsinfo:
Ein Antragsformular ist bei der Organisation erhältlich
Antrag:
Für den Antrag ist ausschließlich das auf der Website der Kulturstiftung des Bundes bereitgestellte Onlineformular zu verwenden. Ausgefüllt werden kann es unter kulturstiftung-des-bundes.de > "Förderung" > "Programmförderung" > "360°- Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft".
Antrags-Hilfe:
Die Kultureinrichtungen bewerben sich mit einer ausführlichen Darstellung ihrer Ausgangssituation in der Stadt, ihrer Motivation und den Zielen sowie ihrer geplanten Arbeit mit dem/der Agent/in.

Kontakt
Anna Zosik
Kulturstiftung des Bundes
Franckeplatz 2
06110 Halle (Saale)
Tel.: 0345 2997 153
Fax.: 0345 2997 333
Einreichfristen:
30. Juni
Wissenswertes:
Die Auswahl trifft der Vorstand der Kulturstiftung des Bundes auf der Grundlage von Empfehlungen durch eine unabhängige Jury. Im Falle einer positiven Vorauswahl durch die Jury ist die persönliche Präsentation des eingereichten Antrages durch die Leitung der antragstellenden Institution erforderlich.

Agenten und Stellenausschreibungen
Gemeinsam mit der Institution soll der/die Agent/in über einen Zeitraum von bis zu vier Jahren Vorschläge und Maßnahmen erarbeiten, wie sich die Institutionen diversifizieren und einen Beitrag zu einer selbstbewussten, Einwanderern gegenüber offenen Gesellschaft so gestalten können, dass die Stadtgesellschaft davon profitiert. Die Agenten sind Personen mit Diversitätskompetenz, Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Akteur/innen aus Einwandererfamilien und relevanten Sprachkenntnissen.

Aktuelle Stellenausschreibungen der bisherigen Projekträger lassen sich unter kulturstiftung-des-bundes.de > "Förderung" > "Programmförderung" > "360°- Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft" finden.

Akademien
Regelmäßige Akademien unterstützen die Institutionen und ihre Agent/innen während der gesamten Laufzeit des Programms. Die einmal jährlich an wechselnden Orten stattfindenden, mehrtägigen Veranstaltungen bieten ihnen die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch und zur weiterführenden Qualifikation. Die Teilnahme der Agenten sowie eines Vertreters der Leitungen der Kultureinrichtungen an den von der Kulturstiftung des Bundes veranstalteten Akademien ist verpflichtend.
Richtlinien:
Antragsberechtigt sind Kultureinrichtungen aus den Sparten Bildende und Darstellende Kunst, Musik, Literatur, Architektur, Neue Medien und verwandte Formen, spartenübergreifende Institutionen und gegenwartsorientierte kunst- und kulturhistorische Museen, die aufgrund ihres Profils oder ihrer Größe modellhaft in die Stadt/Region hineinwirken, regelmäßig ein eigenes Haus bespielen und über einen künstlerisch-inhaltlichen Stab sowie über technische und personelle Infrastruktur verfügen. Nicht antragsberechtigt sind Einrichtungen, die vorrangig oder ausschließlich auf Bildung, Ausbildung oder Vermittlung zielen sowie Festivals, Künstlerkollektive, Verbände sowie Verbünde von mehreren Häusern.

Im Falle von Kultureinrichtungen, die sich nicht in öffentlicher Trägerschaft befinden, muss die jeweilige Kommune, das Land oder der Bund regelmäßig finanziell am Betrieb oder Unterhalt beteiligt sein. Die Rechtsform der antragstellenden Institution (z.B. Verein, Zweckverband, Stiftung, GmbH oder gGmbH) ist für die Entscheidung über die Förderung durch die Kulturstiftung des Bundes unerheblich.

Der / die Agent/in
Die Kulturstiftung des Bundes stellt für eine Personalstelle (der Agent/die Agentin) mit einer Qualifikation und Vergütung in Anlehnung an E13, Stufe 1 (TVÖD oder entsprechend der geltenden Haustarife) in Vollzeit für die Dauer von bis zu vier Jahren ab Einstellung Mittel in Höhe von insgesamt bis zu 260.000 Euro pro Institution bereit. Der Arbeitsort des Agenten/der Agentin ist der Sitz der Kulturinstitution. Die Kandidaten als Agent/Agentin müssen zum Antragszeitpunkt noch nicht benannt werden.

Projektmittel
Die Förderung umfasst darüber hinaus für die gesamte Programmlaufzeit von vier Jahren Projektmittel in Höhe von insgesamt bis zu 100.000 Euro pro Institution für unterstützende Aktivitäten und Formate im Sinne der Ziele des Fonds. Diese Mittel können beispielsweise für diversitätsorientierte Trainings und Fortbildungen der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen eingesetzt werden oder für öffentliche Diskussionsveranstaltungen, Maßnahmen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Recherchen, Übersetzungsleistungen, externe Beratungs- und Moderationsleistungen oder künstlerische Projekte und Kooperationen. Die Projektmittel der Kulturstiftung des Bundes müssen durch zusätzliche bare Eigen- und/oder Drittmittel von der Institution in Höhe von mindestens 50.000 Euro kofinanziert werden, so dass insgesamt für den gesamten Zeitraum von vier Jahren Projektmittel in Höhe von mindestens 150.000 Euro zur Verfügung stehen. Weitere Eigen- und/oder Drittmittel können eingebracht werden.

(Quelle: kulturstiftung-des-bundes.de > "Förderung" > "Programmförderung" > "360°- Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft" > "Fördergrundsätze 360°")
Die Kulturstiftung des Bundes fördert in der ersten Förderrunde des Programms "360° – Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft" 17 Kultureinrichtungen mit rund 6 Millionen Euro. Die Einrichtungen umfassen sechs Museen, fünf Theater, fünf Bibliotheken und eine Musikschule. Vorgestellt werden sie unter kulturstiftung-des-bundes.de > "Förderung" > "Programmförderung" > "360°- Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft" > "Projekte der 1. Förderrunde 2017".
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